"Zwischen den Jahren" mache ich mir Gedanken. Das alte Jahr ist noch nicht zu Ende, das neue noch nicht angebrochen. Wir leben gleichzeitig im "Schon jetzt" und im "Noch nicht".
Zwischen den Jahren ? Eine interessante Redewendung. Es ist schon
einige Jahre her, genauer gesagt 1582, da führte Papst Gregor XIII. den gregorianischen Kalender ein, der den zuvor von einem gewissen Julius Caesar (manche kennen ihn noch vom Lateinunterricht) erfundenen julianischen Mondkalender verbessern sollte.
Der gregorianische Kalender galt nicht überall von Anfang an, manche Landesteile befanden sich noch im vorherigen, andere schon im neuen Jahr, daher lebte man von Weihnachten bis Epiphanias (6. Januar) "zwischen den Jahren", bis 1691 Silvester (Namenstag
eines Papstes) als letzter Tag des alten Jahres festgesetzt wurde. Interessant finde ich, dass diese Redewendung sich über Jahrhunderte erhalten hat.
Wir haben 2017 viel Schönes, Ermutigendes erlebt, aber auch Schwieriges, Verletzendes.
Wir haben Neues dazugelernt. Wissen und Erfahrungen müssen "verarbeitet" werden, damit sie ins Herz und in die Hände dringen. Unsere Tochter Judit lebt seit einem neuen Schub ihrer Erkrankung bei uns, und wir haben das Vorrecht, hin und wieder als
Familie mit unseren erwachsenen Kindern Zeit zu verbringen. Unser Leben bleibt eine Baustelle. Aber Gott ist gut, Jesus ist bei uns "alle Tage", und der Geist Gottes lehrt und leitet uns. In diesem Sinne: Bring Farbe in unser Leben.